Die Frauen- und Mädchenabteilung des 1.FC Union Berlin
Spielberichte 1.FC Union Berlin
Union-Damen krönen Saison mit dem Meistertitel
Aufstellung:
Union:
Westphal – A.Mewes (ab 58. Kockat), Hoffmann, Wierth, Kitschler (ab 76. Hillmann) – Raab, Dommenz, Schlotte, Joswiak – Frieden (ab 71. Hupfer), Hansen
Magdeburg:
Alex (ab 46. Richter) - Köbernik, Ernst, Kurth, Elsner (46. Beinroth) - Krakowski, Roeloffs (77. Lammert), Woithe, Wutke, Bartke - Kunschke
Die tolle Saison ging für die Frauen-Mannschaft des 1.FC Union am Pfingst-Sonntag zu Ende und mit dem 4:1-Sieg gegen den Magdeburger FFC sicherten sie sich sogar noch die Meisterschaft. In einer guten Partie dominierten die Gastgeberinnen die erste Hälfte; Julia Frieden, die mit ihren drei Treffer zur Matschwinnerin wurde, sorgte für die Entscheidung.
Dabei hätten die Ansetzer der Ragionalliga-Staffel kein glücklicheres Händchen haben können – beide Teams hatten vor dem Anpfiff noch die Chance, den Meistertitel für sich zu verbuchen. Die Vorzeichen standen für die Gäste eigentlich besser, denn die bis einzige Niederlage für die Unionerinnen gab es beim Hinspiel (0:2); zudem hätte den Eöbstädtern ein Unentschieden genügt. Doch die Berlinerinnen wollten sich keine Blöße geben, nicht nur als Zweiter aufsteigen. Dem entsprechend begannen sie die Partie. Gerade 80 Sekunden waren gespielt, da schob Julia Frieden einen Querpass von Bianca Joswiak, die zuvor durch ihr Sololauf die Gegenspielerinnne auf sie gezogen hatte, zur frühen Führung ein. Union war in dieser guten Partie die auffälligere Mannschaft, dennoch waren Torchancen eher Mangelware. Beide Teams hatten sich in der abgelaufenen Saison vor allem durch ihre souveräne Hintermannschaft auszeichnen können, dem zur Folge hatten es die Stürmerinnen nicht leicht an diesem Tag. Trotzdem, noch vor der Pause münzten die „Eisernen Ladies“ ihren Feldvorteil in Tore um. Erneut konnte sich Joswiak auf der linken Außenbahn durchsetzten, ihrer Eingabe nutze diesmal Unions Torschützenkönigen Nicole Hansen, die zu ihrem 22 Saisontor traf (39.). Und nur drei Minuten später war es erneut Frieden, die mit ihrem Kunstschuss aus 20 Metern Entfernung für die vermeidliche Vorentscheidung sorgte.
Das Union zur Halbzeit schon mit 3:0 führte, sollte sich nach dem Wiederanpfiff aber als entscheidend erwiesen. Die Elbstädterinnen hatten zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht aufgegeben. Extrem druckvoll und mit viel Zug zum Tor kamen sie aus der Kabine. Die erst nenneswerte MFFC-Chance nutze Caroline Kunschke mit einem sehenswerten Treffer zum 3:1. Besonders die Union-Abwehr leistete zu diesem Zeitpunkt ganze Arbeit; vor allem die schnelle Anne Barthke agierte gefährlich im Angriff. Erst mit dem 4:1 konnten sich die Berlinerinnen von diesem Druck befreien. Nach guter Vorarbeit von Theresa Raab nutze wiederum Frieden eine Unsicherheit der eingewechselten Keeperin Christin Richter zu ihrem dritten Tor in diesem Spiel (59.). Bei ihrer Auswechslung wurde sie von den gut 350 Zuschauern zur Recht für ihre starke Leistung gefeiert. Die Moral war nun auch bei den Gästen gebrochen; die Partie verflachte und Union konnte seine weiteren Möglichkeiten durch Sarah Hupfer und Hansen auch nicht mehr nutzen.
Nach dem Schlusspfiff kannte die Freude bei den „Eisernen“ keine Grenzen. Nach dem Berliner Pokalsieg und dem Aufstieg, der schon vor dem Spiel feststand, feierten sie nun auch die Meisterschaft und somit das Double. Für die Magdeburgerinnen blieb auch im dritten Jahr in Folge nur die Vizemeisterschaft. BFV-Präsident Bernd Schulz nahm zusammen mit NOFV-Staffelreferentin Margit Stoppa die Ehrung vor. Und auch Bezirksstadtrat Svend Simdorn gratulierten den erfolgreichen Damen und spendierte die Siegershirts.
Dajana Klee